USE CASE · VIBE CODING
Wie proaquila mit Vibe Coding in einem Personentag ein individuelles OKR-Board mit Datenbank und Multiuser-Betrieb gebaut hat – ohne Lizenzkosten, sicher hinter der Firewall des Kunden.
Ausgangspunkt
Für die Steuerung von Zielen und Kennzahlen (OKR) gab es keine am Markt verfügbare Lösung, die genau zum eigenen Bedarf passte
Eingangsdaten
Anforderungen aus einem einstündigen Workshop: Zielhierarchie, Kennzahlen, Rollen und Zugriffsrechte
Ergebnis
Einsatzbereites OKR-Board mit Datenbank und Multiuser-Betrieb – in einem Personentag, ohne Lizenzkosten
Ausgangslage
Für die Steuerung von Zielen und Kennzahlen nach der OKR-Methodik (Objectives and Key Results) gibt es zahlreiche Standardlösungen am Markt. Für den konkreten Anwendungsfall bei proaquila fand sich jedoch keine Software, die genau auf die eigenen Anforderungen passte, ohne unnötigen Funktionsüberschuss oder laufende Lizenzkosten in Kauf zu nehmen.
Eine Standardlösung hätte entweder Kompromisse beim Datenmodell erzwungen oder Funktionen mitgebracht, die niemand benötigt – bei laufenden Lizenzkosten und Daten auf den Servern eines Drittanbieters statt in der eigenen IT-Infrastruktur.
Der Ansatz
Statt Anforderungen in einem Lastenheft zu spezifizieren und extern entwickeln zu lassen, haben wir das OKR-Board im direkten Dialog mit einem KI-Coding-Assistenten gebaut – im sogenannten Vibe Coding. Der Ablauf:
- Anforderungsworkshop (1 Stunde). Klärung von Zielhierarchie (Unternehmen, Team, Individuell), Kennzahlen, Status-Logik (On Track / At Risk / Off Track), Filtern nach Quartal, Team und Ebene sowie der benötigten Ansichten.
- Umsetzung (1 Personentag). Aufbau von Datenmodell, Datenbankanbindung und Oberfläche im direkten Dialog mit der KI – inklusive Multiuser-Betrieb und rollenbasierten Zugriffsberechtigungen.
- Bereitstellung. Betrieb hinter der Firewall des Kunden, ohne Abhängigkeit von einem externen Lizenzmodell.
Warum eine Standardsoftware hier nicht gereicht hätte
OKR-Software am Markt deckt den allgemeinen Fall ab – Zielkaskadierung, Kennzahlen, Status-Tracking. Sobald ein Unternehmen aber ein eigenes Rollenmodell, eine spezielle Freigabelogik oder eine Anbindung an bestehende Systeme benötigt, beginnt die Lücke zwischen Standardfunktion und tatsächlichem Bedarf. Diese Lücke wird sonst mit Konfigurationsaufwand, Zusatzmodulen oder schlicht Verzicht geschlossen.
Vibe Coding ersetzt keine unternehmenskritische Softwarearchitektur. Für ein klar umrissenes internes Tool wie ein OKR-Board – mit überschaubarem Funktionsumfang und ohne hohe Skalierungs- oder Sicherheitsanforderungen – ist der Ansatz dagegen genau richtig bemessen.
Aufwand und Ergebnis
- Anforderungsworkshop: 1 Stunde
- Entwicklung des OKR-Boards: 1 Personentag
- Lizenzkosten: keine
- Betrieb: hinter der Firewall des Kunden, mit rollenbasierten Zugriffsberechtigungen für Unternehmens-, Team- und individuelle Ziele
Der Kunde erhielt in kurzer Zeit eine Anwendung, die exakt zum eigenen OKR-Prozess passt – von der Objectives-Struktur bis zur Statusfarbe. Ebenso relevant wie die kurze Entwicklungszeit ist der Verzicht auf laufende Lizenzkosten und der Betrieb vollständig innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur.
Übertragbarkeit
Der Ansatz eignet sich für Business-Anwendungen mit klar umrissenem Funktionsumfang, für die keine passende Standardsoftware existiert oder deren Lizenzierung in keinem Verhältnis zum Nutzen stünde: Verwaltungstools, interne Auswertungen, Boards und ähnliche fachspezifische Anwendungen. Voraussetzung ist, dass die fachlichen Anforderungen klar umrissen sind – dann lässt sich in sehr kurzer Zeit eine passgenaue Lösung bauen.
Passt dieser Ansatz zu Ihrem Anwendungsfall?
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